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Neues zur Energieeinspraverordnung

Was ist eigentlich die Energieeinsparverordnung und was muss ich als Hauseigentümer bzw. möglicher Käufer oder Bauherr beachten?

Grundsätzliches:

In der Energieeinsparverordnung werden für Gebäude Regeln definiert, die zu Energieersparnissen beitragen sollen. Die EnEV definiert also energetische Anforderungen für Neubauten und Bestandsgebäude. Es gibt dabei aber Unterschiede bei Neu- und Altbaugebäuden. Der Grundgedanke der EnEV ist die Umsetzung der Klimaschutzziele.

Hierbei stehen die energetischen Faktoren im Vordergrund. Es wird konkret beschrieben, wie Gebäude gewisse Energiewerte erreichen. Dabei spielen vor Allem die Fassaden- und Dachdämmung, Gebäudeanlagen wie die Heizung, die Bauweise der tragenden Wände und die Fenster eine wichtige Rolle. An diese Vorgaben muss man sich beispielsweise bei Neubauten halten, indem man diese beim Bauen umsetzt und dadurch eine Mindestenergieeffizienz erreicht.

Die EnEV wurde seit ihrem ersten Inkrafttreten im Jahre 2002 regelmäßig geändert, umfassender und anspruchsvoller. Die aktuelle stammt momentan aus dem Jahr 2016 und wird im Jahre 2019 ein weiteres Mal erneuert. Falls ein Gebäude die Vorlagen der EnEV sogar in besonderen Maßen übertrifft, kann der Hausbesitzer sogar Fördermittel in Form von Zuschüssen erwarten. Eine besondere Herausforderung ist das Verhindern von Kältebrücken. Daher ist es wichtig sich schon vor dem Bau oder der Sanierung des Eigenheims Gedanken darüber zu machen, wie man möglicherweise in eine niedrigere Energieeffizienzklasse rutschen könnte.

Auch für Bestandsgebäude werden Möglichkeiten zur Energieeffizienzverbesserung beschrieben, wie zum Beispiel das nachträgliche Dämmen auf der Fassade oder der Austausch von neuen Isolierfenstern.

Energieausweis:

Mittlerweile ist der sogenannte Energieausweis ein Muss für jegliche Art von Gebäuden. Jedes Gebäude benötigt ihn mit Ausnahme denkmalgeschützter Häuser, Gebäuden mit wenigerals 50 Quadratmetern Nutzfläche und Objekten, welche nicht regelmäßig beheizt werden (Ferienhäuser/Ställe/Gewächshäuser). Für Neubauten wird ein sogenannter Bedarfsausweis erstellt. Dieser wird aus der Baubeschreibung und der Beschaffenheit des Objekts ermittelt. Die Bestandsimmobilien erhalten meist einen Verbrauchsausweis. Hier werden Erfahrungswerte aus den letzten Jahren erfasst und das Gebäude wird dadurch einer Energieeffizienzklasse zugeordnet. Die Energieklassen gehen wie auch bei Haushaltsgeräten von A+ bis H. Ihr Schornsteinfeger/Energieberater Ihres Vertrauens kann Ihnen dabei behilflich sein, denn diese haben meist die Berechtigung einen zu Erstellen und ihn an Sie auszuhändigen.

Ein wichtiger Grund für energieeffizientes Bauen ist die Wertsteigerung des Objektes. Das bedeutet nicht nur, dass Sie staatliche Zuschüsse erwarten können, sondern auch, dass der Wert Ihres Objektes bei einer guten Energieeffizienzklasse (im besten Fall A+) gesteigert werden kann und Sie für zukünftige Änderungen in er EnEV gewappnet sind. Ein weiterer Vorteil beim energieeffizienten Bauen ist natürlich auch das Einsparen von Energie. Heizkosten können erheblich gesenkt werden, was auf langfristige Zeit die finanzielle Last senkt.

Zusammengefasst ist die Energiesparverordnung eine Vorlage für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Daraus resultiert auch der sogenannte Energieausweis, der heutzutage für alle Gebäude Pflicht ist. Der Verkauf eines Gebäudes ist ohne zugehörigen Energieausweis, in welcher Form auch immer, nicht möglich. Überlegen Sie daher vor dem Bauen oder Sanieren, wie man Energieeffizienzmethoden möglicherweise auf Ihr Eigenheim umsetzen kann, denn es könnte rentabel für Sie werden…

Neu ab 2019:

Bei der aktuellen Energieeinsparverordnung vom 1. Januar 2016 wurden die Standards für Neubauten in Richtung der EU-Vorgaben angehoben. Man strebt in nahegelegener Zukunft Niedrigstenergie- oder Nullenergiegebäude an. Für öffentliche Gebäude tritt dies für Neubauten schon ab 2019 in Kraft. Für alle anderen Neubauten soll dies ab 2021 in Kraft treten. Am 9. Juli 2018 hat die europäische Union künftige Vorgaben bis zum Jahr 2030 veröffentlich. Die europäische Union strebt nicht nur an, den Bestand auf Niedrigst- bzw. Nullenergiegebäude zu sanieren, sondern bis zu dem Jahr 2050 den Bestand sogar auf sogenannte „Plus-Energie-Gebäude“ zu erneuern. Das bedeutet, ein Gebäude ist nicht nur energieeffizient, sondern produziert auch noch mehr Energie als es verbraucht. Dies kann beispielsweise in Form von Solar- oder Photovoltaikanlagen erfolgen. Diese Techniken sind heute schon Realität und werden wie vorhin schon beschrieben staatlich gefördert, dennoch sind Viele nicht gut genug darüber informiert und wenden daher immer noch die Standardbauweise an. Auch ist die Fort- und Weiterbildung etlicher Handwerksbranchen für die Zukunft erforderlich, da ein entscheidender Faktor für die Umsetzung der „Plus-Energie-Gebäude“ ein erweitertes Angebot von Unternehmen ist. Momentan gibt es noch viel zu wenig Betriebe, die mit „Plusenergie“ werben. Dementsprechend erklären sich die Preise für derartige Methoden auch. Auch wenn solche Methoden noch mehr als nur dem Standard entsprechen, kann man darauf wetten, dass die Klimaschutzziele vor Allem in westlichen Ländern immer mehr an Bedeutung gewinnen und somit immer mehr Vorlagen für das Erreichen der Ziele in Kraft treten werden…

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