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Tag der Deutschen Einheit

Anlässlich des gerade gefeierten 30. Jahrestages der Deutschen Einheit möchten wir Ihnen einen Überblick darüber geben, wie sich der Wohnungsmarkt seit der Wiedervereinigung verändert hat.
Dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Wohnfläche pro Kopf in den östlichen Ländern deutlich angestiegen. Die Differenz zwischen Mietern im Westen und im Osten liegt nur noch bei 4 Quadratmetern. (1990 waren es zwölf Quadratmeter pro Person) Dazu trägt einerseits die steigende Wohnraumversorgung, aber auch der Bevölkerungsrückgang bei.

Nach der Wende gab es eine Umstrukturierung in der Bevölkerung, der Westen erhielt einen Bevölkerungszuwachs von 4,3%, wobei im Osten die Quote um 4% fiel. Dadurch entstand in den westlichen Regionen eine Wohnraumknappheit und im Osten kam es zu immer mehr Leerstand. Seit 1993 ist die Leerstandsquote in ganz Deutschland bis 2010 um 5% gestiegen. In Ostdeutschland lag die Quote bei 11,5% im Jahr 2010, in Westdeutschland waren es 7,8%.

Zusätzlich war die Bausubstanz im Ostern sehr veraltet, da wenige Instandsetzungen durchgeführt wurden. Somit kam es zu Neubau-Förderungen, um die Wirtschaft anzuregen. Nach der Wiedervereinigung sind die Preise im östlichen Bereich Deutschlands erst einmal gesunken. Bis heute haben sich die Preise für Grundstücke allerdings wieder reguliert. Jedoch sind die Quadratmeterpreise für Grundstücke weithin deutlich niedriger als in westlichen Ballungszentren. Beispielweise liegt der Grundstückspreis in Düsseldorf bei 660€/m² und in Leipzig bei 280€/m². (https://www.vergleich.de/grundstueckspreise.html)

Besonders der Anteil an Eigenheimen ist in den neuen Bundesländern stark angestiegen, was sich u.a. durch das frühere politische System erklären lässt. Insgesamt ist der Anteil um 74% gewachsen. Im Vergleich liegt der Anteil in den alten Bundesländern bei 62%.

Betrachtet man die räumliche Bevölkerungsentwicklung sieht man deutlich, dass in den neuen Bundesländern die Spanne der Entwicklung zwischen Kernstädten und ländlichen Kreisen deutlich auseinandergehen. Der Trend geht seit 2004 stark in Richtung Kernstädte – die Entwicklung in den ländlichen Kreisen sinkt seit ca. 2000 rapide. Hingegen ist in den alten Bundesländern keine markante Differenz zwischen der Bevölkerung in Kernstädten und ländlichen Kreisen zu erkennen.

Trotzdem konnten die neuen Bundesländer die Wirtschaftskraft der westlichen Bundesländer nicht aufholen, ein Grund dafür liegt an dem Eigentumsanteil der Immobilien im Osten. Dieser ist zwar in den letzten dreißig Jahren auf 40 % gestiegen, liegt aber noch deutlich unter den knapp 60% Wohnungseigentumsanteil, der in den westlichen Bundesländern herrscht.

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